Informationen über die Schule

Unsere Schule heißt „Obchodni akademie a Vyssi odborna skola“ (Fachoberschule für Wirtschaft und Höhere Fachschule) und befindet sich in Pribram.
Pribram liegt in Mittelböhmen, 60 km südwestlich von der Hauptstadt Prag. Die Stadt (1216 erstmals urkundlich genannt) hat eine mehr als 700-jährige Bergbautradition. Heute ist Pribram eine moderne Industriestadt mit 40 000 Einwohnern und einer schönen Umgebung mit vielen Sehenswürdigkeiten: das größte Bergbaumuseum Tschechiens, der bekannte Wallfahrtsort Heiliger Berg mit einer Barockkirche in Pribram, Schlösser Dobris und Breznice in der nahen Umgebung. Mit der Region sind zwei weltberühmte Namen verbunden. Im Dorf Vysoka bei Pribram lebte und komponierte Antonin Dvorak (Antonin-Dvorak-Museum), in Strz bei Dobris lebte der Schriftsteller Karel Capek (Karel-Capek-Museum).
Unsere Schule wurde im Jahre 1920 als wirtschaftliche Schule gegründet. Heute gibt es drei Schulformen unter einem Dach und einer Leitung. Vierzig Lehrer unterrichten hier ungefähr vierhundertfünfzig Schüler und Studenten.
I.
Die Fachoberschule für Wirtschaft dauert vier Jahre und wird mit dem Abitur abgeschlossen. Auf diese Schule kommen Schüler mit 15 Jahren, nachdem sie die neunjährige Grundschule besucht und die mittlere Reife erreicht haben. Bei uns lernen sie allgemein bildende Fächer wie Tschechisch, zwei Fremdsprachen ( zur Wahl stehen Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch), Mathematik, Geschichte, Sozialkunde usw. und berufsbezogene Fächer wie z.B. Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen, Maschineschreiben, Handelskorrespondenz, EDV, Recht usw. In der dritten und vierten Klasse gibt es Wahlpflichtfächer, z.B. Übungsfirma, Übungsbüro, Handelskorrespondenz in Deutsch (Englisch) usw. In der dritten Klasse machen die Schüler zwei Wochen Praktikum bei verschiedenen Firmen und Behörden in der Stadt. Das Abitur wird in Tschechisch, BWL, Rechnungswesen und einem Wahlfach (oft einer Fremdsprache) abgelegt. Nach dem Abitur können die Schüler studieren oder arbeiten (bei verschiedenen Firmen, Banken, Behörden und Institutionen).
II.
Das Wirtschaftslyzeum ist die jüngste Schulform. Es dauert vier Jahre und wird mit dem Abitur abgeschlossen. Es kombiniert gymnasiale und berufliche Ausbildung. Der Unterschied zur Fachoberschule besteht darin, dass die Schüler des Lyzeums erweiterten Mathematikunterricht und weitere allgemein bildende Fächer haben, z.B. Physik, Chemie, Biologie, Psychologie. Nach dem Abitur haben die Schüler ähnliche Möglichkeiten wie die von der Fachoberschule, aber sie haben eine größere Auswahl an Studienfachrichtungen.
III.
Die Höhere Fachschule stellt auch eine relativ neue Schulform dar. Sie existiert seit 1996 und ist für junge Leute (ab 19 Jahren) bestimmt, die am Gymnasium oder an einer Fachoberschule das Abitur abgelegt haben. Bei uns lernen die Studenten zwei Fremdsprachen (Deutsch und
Englisch) und berufsbezogene Fächer (Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Rechnungswesen, EDV, Marketing, Management, Handelskorrespondenz, Recht, Psychologie usw.). Sie werden zu
Spezialisten im Bereich der Wirtschafts- und Finanzberatung ausgebildet. Während des Studiums machen sie zweimal sechs Wochen Praktikum, meistens in ihren Heimatstädten. Das Studium dauert sechs Semester und wird mit einer Abschlussarbeit (sog. Diplomarbeit) und einer Abschlussprüfung (dem sog. Absolutorium) abgeschlossen. Die Absolventen erhalten die Berufsbezeichnung „Diplomspezialist für Finanz- und Wirtschaftsberatung“. Sie können bei Geldinstituten, Versicherungsgesellschaften und verschiedenen Wirtschaftsinstitutionen arbeiten oder an der Hochschule weiter studieren.